Emmenez-moi au bout de la terre (Nimm mich doch mit ans Ende der Welt) - Charles Aznavour

Aus Französische Chanson-Texte auf deutsch
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Nimm mich doch mit ans Ende der Welt

(dt. D. Kaiser, Sänger im Quartett Stéphane & Didier et Cie)


Zu den Docks, wo Last und Langeweil

das Rückgrat mir staucht,

kommen Schiffe beladen mit Früchten

im vollen Bauch.

Sie sind aus der fernen Welt,

kommen mit Ideen und verrücktem Sehnen

nach blauem Himmelszelt

voll mit Träumen.

Ihnen folgt ein süßer Duft

aus unbekanntem Land

mit ewiger Sommerluft,

wo man lebt am Strand

unter Bäumen.

Ich hab’ mein Leben lang

nur den Himmel des Nordens gesehn.

Dieses Grau macht mich krank,

drum will ich jetzt nach Süden abdrehn.


Nimm mich doch mit ans Ende der Welt.

Nimm mich doch mit in die Wunderwelt,

denn mir scheint, als ob die Sonne

das Leiden der Menschen erhellt.


In den Bars steh ich mit den Matrosen,

wenn der Tag schon verschwand.

Man spricht über die Frau’n und die Liebe,

ein Glas in der Hand.


So verlier ich bald den Sinn.

Mein Traum bringt mich hin,

setzt mich braun gebrannt

an den Sommerstrand voller Sonne.

Die Liebe läuft dort vor mir her

eröffnet ihr Begehr, sie öffnet ihre Arme

mit all ihrem Charme

voller Wonne.

Wenn die Bars schließen und der Matrose geht wieder an Bord,

träum’ ich bis morgens wie in Hypnose

und kann nicht mehr fort.


Emmenez-moi au bout de la terre.

Emmenez-moi au pays des merveilles.

Il me semble que la misère

serait moins pénible au soleil.


Eines Tags fahr ich auf einem Schiff

das ächzt bis zum Heck.

Für ’nen Hungerlohn arbeite ich

im Kohledeck.

Ich flieg ohne Säumen

zu meinen Kindheitsträumen,

hin zu fernen Inseln, wo nur zählt,

gut zu leben.

Wo die Mädchen dann sehr lässig,

deine Gunst erschleichen

und mit Blumentressen dich umgarnen,

und erweichen.

Ich lass hinter mir die ganze Welt

ohne Reue und Gram.

Und mein Herz ist frei von allem Drang,

doch voller Gesang.


Nimm mich doch mit ans Ende der Welt

Nimm mich doch mit in die Wunderwelt

Denn mir scheint, als ob die Sonne

Das Leiden der Menschen erhellt.