La solitude (Die Einsamkeit) - Barbara

Aus Französische Chanson-Texte auf deutsch
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Die Einsamkeit

(dt. D. Kaiser,

Sänger im Quartett Stéphane & Didier et Cie)


Sie stand vor meiner Tür bereit,

als ich nach Haus' kam, gestern Nacht.

Sie weicht mir nicht mehr von der Seit'.

Sie ist zurück, hab' ich gedacht.


Sie schleicht herbei auf leisen Sohlen.

Sie wittert, wenn ein Glück zerbrach.

Das Weibstück, - Satan soll sie holen.

Sie ist zurück, sie schlich mir nach!


Sie ist's, mit ihren hohlen Wangen,

den großen Augen, schwarz umringt,

sie ist es, die ins Herz das Bangen

und in die Augen Tränen bringt.


Sie bringt Verzweiflung in die Nächte,

dass alles seinen Sinn verliert.

Das Weibstück es doch fertig brächte,

dass man sogar im Sommer friert.


Dein Wams ist wie ein Trauerkleid!

Dein Haar hängt schlampig ins Gesicht.

Bist ohne Hoffnung! Tust mir leid.

Ein schöner Anblick bist du nicht!


Trag deine Fratze fort von hier

Halt Andern deine Langweil’ hin.

Ich brauch kein Unglück, glaub es mir.

Nein, geh dorthin, wo ich nicht bin.


Ich will noch tanzen, Hüften schwingen,

mich saugen voll mit Frühlingswind,

und Nächte Herz an Herz verbringen,

die für den Schlaf zu schade sind.


Bevor die fahle Stund’ wird schlagen,

mein letzter Atemzug wird geh’n,

will ich noch oft "Je t'aime" sagen

Und oft vor Liebe noch vergeh'n.


Doch sie sprach: "Öffne mir die Türe.

Ich folgte dir auf Schritt und Tritt.

Ich kam zurück, weil ich es spüre:

Die Lieb ist aus. Ich nehm’ dich mit.


Gedichte haben dir vorgetragen,

die Dichter in ihrem Kartenhaus,

die feinen Herren, die hübschen Kinder.

Mach dir nichts vor. Der Traum ist aus!"


Seitdem macht sie die Nacht zum Tage.

Sie hat sich mir an den Hals gehängt.

An meinem Bein hängt sie, die Plage.

Sie hat sich in mein Herz gedrängt!


Ich kann keinen Schritt alleine geh’n.

Sie weicht mir nicht mehr von der Seit.

Sie bleibt vor meiner Haustür steh’n.

Sie kam zurück, sie steht bereit.


Die Einsamkeit, die Einsamkeit!