Mon vieux (Mein Pa) - Jean Ferrat: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Französische Chanson-Texte auf deutsch
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fröstelnd, an jedem Tag, ja, ja.
 
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Er sah’s als Pflicht, kein Trallala,
 
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In seinem Mantel, alt und leck,  
 
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mit diesem Vorort-Bus, ach ja,  
 
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Er hockte da ohne ein Wort.
 
Er hockte da ohne ein Wort.
  
Er saß stets bei uns, wie bisher,
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Er mochte eben kein Blabla,
 
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für Links und Rechts, sogar für Gott,
 
für Links und Rechts, sogar für Gott,
  
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Ich hab dann auf der Gass gesucht
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für ein paar Stunden meine Flucht.
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damals in meinem Kindesalter.
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Nicht wahr, mein Alter?
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Das hätt ihm vielleicht Glück gebracht,
 
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er wär bei uns, wär wieder da.
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[[Kategorie: Jean_Ferrat]]
 
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Aktuelle Version vom 6. November 2018, 22:50 Uhr

Mein Pa

(Mon vieux, T: Senlis; M: Jean Ferrat;

Sänger Daniel Guichard; dt. D. Kaiser,

Sänger im Quartett Stéphane & Didier et Cie)


In seinem Mantel, alt und leck,

sommers wie winters ging er weg,

fröstelnd, an jedem Tag, ja, ja.

der Pa.


Nur einen Sonntag gab’s pro Woche,

die andren Tage waren Maloche.

Er sah’s als Pflicht, kein Trallala,

der Pa.


Im Sommer fuhren wir ans Meer.

Du siehst, Not herrschte da nicht mehr.

Doch war‘s auch nicht das Paradies.

Na ja, so ist’s.


In seinem Mantel, alt und leck,

tagaus, tagein, fuhr er hinweg

mit diesem Vorort-Bus, ach ja,

der Pa.


Am Abend ging er nicht mehr fort.

Er hockte da ohne ein Wort.

Er saß bei uns, war einfach da,

der Pa.


Der Sonntag sah langweilig aus.

Nie kam ein Mensch zu uns ins Haus.

Er mochte eben kein Blabla,

so war der Pa.


In seinem Mantel, alt und schepp,

mit einem großen Affen im Schlepp,

kam er am Zahltag heim und schrie,

wie nie.


Sein uns vertrautes Lied war flott.

Für Chefs und Spießer fand er Spott,

für Links und Rechts, sogar für Gott,

der Pa.


Ich hab dann auf der Gass gesucht,

für ein paar Stunden, meine Flucht.

Fernsehen gab es nicht bei uns.

Das ist für Hinz und Kunz.


Jahrelang lebte ich neben ihm,

ohne ihn richtig an zu sehn.

So blickten wir an uns vorbei,

wir zwei.


Ich hätt‘ doch, hätt‘ ich dran gedacht,

mit ihm ein Stück des Wegs gemacht.

Das hätt ihm vielleicht Glück gebracht,

dem Pa.


Doch, ist man grad mal fünfzehn Jahr,

nimmt so ein kleines Herz nicht wahr,

was wichtig wär, um es zu sehn.

Kannst du mich verstehen?


Für immer ging er weg von hier.

Wenn ich dran denke, wünsch ich mir,

er wär bei mir, wär wieder da.

PAPA.